Wertspeicher

was ist das?

Wenn man sich seiner Schulden in jedweder Form entledigt hat, dann darf, nein man muß, darüber nachdenken, wie man seine Überschüsse (die jetzt hoffentlich vorliegen) in einen sicheren, legalen, vor den Kraken geschützten Wertspeicher bekommt. Es ist einfach einfach sein Vermögen ein wenig zu bewahren und zu schützen.
Hier beschreibe ich verschiedene Formen von Wertspeicher für ganz kleine bis ganz große Vermögen. Hier kann sich jeder nach Lust und Laune ein neues Weltbild zimmern oder es sein lassen. Hier kann man Hoffnung schöpfen oder sie verlieren (dann bitte ich Sie die Seite rechtzeitig zu verlassen)

Gold

Das Edelmetall Gold ist ein schuldenfreier über Jahrtausende beständiger Wertspeicher. Und Gold ist noch billig!
Wenn die Währungen der Welt durch gegenseitige Abwertungen und Inflation (QE2) zunehmend Kaufkraft verlieren, dann ist dieser Kaufkraftverlust am Gold zu sehen, Gold steigt dann in Euro und US Dollar.
Wenn also Gold im Wert steigt, dann ist das zunächst kein Werk von Spekulanten und einer Blasenbildung, sondern das Geld der Welt sucht sich einen verlässlichen Wertspeicher.
Irgendwann jedoch, vermutlich jenseits der 3000 $ / Unze wird man auch hier eine Blasenbildung erleben.
Gold wurde 1977 durch den Ausstieg aus dem Bretton Wood Abkommen von Präsident Nixen endgültig demonetarisiert, das heißt, als Geldwertspeicher uninteressant. Das war auch für die Finanzwelt von ausschlaggebender Bedeutung, es konnte Geld aus dem nichts geschaffen werden und führte unter anderem zu dieser Extremverschuldung der meisten Länder dieser Erde. Geld warf zinsen und Zinseszinsen ab, Gold nicht. Die Bedeutung von Gold erfährt seit Anfang des neuen Jahrtausends eine diametrale Veränderung. Gold hat 5000 Jahre seinen inneren Wert behalten, Geldwährungen hielten meist nur 50 Jahre und mussten durch Währungsreformen erneuert werden.
Mit Gold hat man jede Währungsreform oder Hyperinflation fast ohne Schaden überstanden.

Silber

Ähnliches gilt für Silber. Silber hat noch eine Funktion neben der monetären Komponente, Silber ist ein Rohstoff, der andauernd verbraucht wird. Diese Umstand und die anhalenden bisherigen jahrelangen Preisdrückungen durch Großbanken, verleihen dem Silber einen ungeheueren Charme.
Wenn Gold nach oben geht, dann fliegt Silber nach oben, und umgekehrt, wenn Gold einen Sinkflug macht, dann erleidet Silber einen Sturzflug.
Das jahrhundertlange Gold Silber Verhältnis war 1:15, Anfang 2000 war es 1:60 und hat jetzt schon die Tendenz 1:50. Möglicherweise sehen wir wieder in Bälde eine Ratio 1:15.
Der Silbermarkt ist viel enger als der schon enge Goldmakt. Das heißt, wenn die Großinvestoren und wenig später die Bevölkerung spürt, dass das Geld, die Währungen nicht mehr sicher sind, dann wird um einen kleinen Markt hart gekämpft. Dann gilt Angebot und Nachfrage regeln den Preis.


Aktien

Wertpapiere, wie Staatsanleihen, Aktien, Währungen, Optionen und viele andere, zum Teil hochgiftige, Produkte der Finanzindustrie sind nicht ohne Risiko aber auch nicht ohne Chance. Bei manchen dieser Anlageformen kann noch kräftig verdient werden. Als Gradmesser des Risikos könnte man die Renditen nehmen. Hohe Rendite = hohes Risiko. Lehman Brothers lässt grüßen, da laden die Zocker brave Bürger ein, ein Spiel zu spielen, dessen Ausgang bereits feststeht, nämlich Verlust für die Kleinen am Tisch. Sie kennen weder die Spielregeln noch die Mitspieler, noch wissen sie nicht dass die Großen am Tisch alle Karten und deren Verteilung kennen. Das nennt man abzocken.
Ob eine Aktie steigt oder fällt, das kann manipuliert werden (im Film Wallstreet I wird dies schön gezeigt). Ob eine Währung auf oder abwerten muß, kann manipuliert werden (Sorros gegen United Kingdom, ein Mann gegen ein Königreich, und der Mann gewann). Staatsanleihen werden Königspapiere oder Ramsch (Standard & Poor's und Co. lassen ganze Länder purzeln).
Verbriefte Finanzprodukte, wie x Mal verkaufte Hypothekentranchen amerikanischer Privat und Geschäftshäuser haben in Europa und in Amerika Großfinanzierer und Privatleute in den Ruin gestürzt (bekannt als Suprime Krise, die den Beginn der Weltwirtschafts und Finanzkrise eingeläutet hat)
Diese Anlageformen haben jetzt nicht die Kraft ein zuverlässiger Wertspeicher zu sein. Speziell Aktien von Grundversorgern werden jedoch noch ihre große Zeit nach einem echten Aktiencrash bekommen.

Immobilien

Immobilien, das Beton Gold, sind zuverlässige Wertspeicher, zumindest wenn man im Eigentum wohnt. Aber aufgepasst, zur Zeit ist der Markt in vielen Ländern überhitzt, die Immobilien zu teuer, die laufenden Kosten zu hoch, der Schutz der Besitzer vor Mietnomaden und Eigentumsbeschädigung zu gering. In manchen Ländern sind die Immobilienblasen schon geplatzt, in Deutschland noch nicht, aber auch das wird kommen.
In der Vergangenheit dder Bundesrepublik hat es immer wieder Zwangsabgaben auf Immobilienbesitz gegeben, wenn es dem Staat während oder nach einem Krieg oder in einer Wirtschaftskrise schlecht ging.
Also selbst bewohnt und selbst genutzt ist bestimmt ein Stück Unabhängigkeit und Sicherheit. Es sollte aber weitgehend bezahlbar oder sogar schuldenfrei sein. Wenn die Zinsen ein klein wenig steigen sollten, dann wird manche knapp berechnete Finanzierung nicht mehr bedienbar sein.

Versicherungen

Versicherungen sind ein Riesengeschäft für die Versicherer. Meist ein Verlust für die Versicherten. Vor wenigen Jahrzehnten noch konnte man davon ausgehen, dass Lebensversicherungen unter anderem durch Gewinnbeteiligung und hoher Verzinsung eine Sicherheit für die Altersvorsorge gebracht hat. Die reale Inflation betrug damals deutlich weniger als Verzinsung und Gewinnausschüttung. Heute beträgt die reale Inflation zwischen 5 und 10 %. Ende 2010 wurde die garantierte Mindestverzinsung von Lebensversicherungsanlagen auf unter 2 % festgelegt. Die Gewinnbeteiligung reduziert sich in den letzten Jahren zunehmend und mit einem Wegfall dieser Gewinnbeteiligung ist in Zukunft wohl zu rechnen. Somit wird die Rendite bei Lebensversicherungen negativ. Als Altersvorsorge ist sie damit nicht geeignet.
Es gibt noch Dutzende weiterer Versicherungarten, allein eine Krankenversicherung und eine Haftpflichtversicherung sind essenziell. Berufsunfähigkeitsversicherung, Hausratversicherung, Rechtsschutzversicherung, Reiseversicherungen und viele andere Versicherungen mehr helfen der Versicherungswirtschaft als dem Versicherten. Sie haben ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis und sind im klein gedruckten mit sehr vielen Ausschlüssen versehen. Das führt dazu, dass man im Notfall um seinen Versicherungsschutz kämpfen muss, und der versprochen Effekt häufig nicht eintritt.