Sicherung

Der aktuelle Lebenserwerb

muss so gut wie möglich gesichert sein. Natürlich kann man sich vor Insolvenz des Arbeitgebers nicht schützen, aber man kann die eigene Entlassung bei einer Straffung der Firma unwahrscheinlicher machen.
Der Arbeitgeber hat immer bestimmte Kriterien, die im Falle einer Entlassungswelle bestimmen, wer gehen muß.
Hier kann man intelligent planen.

Gesetzlicher Schutz

ist eine der Möglichkeiten.Behinderungen und sogenannte Gleichstellungen mit Behinderungen schützen normalerweise vor Kündigung bei einer Personalreduktion. Behinderungen werden durch das Versorgungsamt anerkannt, die Anträge bekommt man im Landratsamt oder übers Internet. Hiermit stellt man den Antrag auf Behinderung. In einem weiteren Schritt wird meist der Hausarzt um einen Befundbericht gebeten. Nach ca. 3 Monaten bekommt man den Bescheid des Versorgungsamtes. Mindestens 50% Grad der Behinderung (GdB) schützen vor Entlassung. Gleichstellung kann bei 30 % - 40 % GdB beantragt werden.
Bei Entlassungen sollte immer eine soziale Komponente berücksichtigt werden. Alleinerziehende, lange Betriebszugehörigkeit, Alleinverdiener mit Kindern usw. sollten primär nicht zu den ersten Mitarbeitern mit Kündigung gehören. Ist es dennoch so, dann wird das Arbeitsgericht helfen können.
Im Betriebsrat Tätige und auch die Ersatzmitglieder des Betriebsrates geniessen auch einen Schutz vor Kündigung.

Engagement

Durch Engagement für den Arbeitgeber kann man sich auch Positionen sichern, man kann sich unentbehrlicher machen als seine Kollegen und wird dadurch ein wenig vor Kündigung geschützt. Man muß sich nur seinen Arbeitsplatz durch die Brille des Arbeitgeber betrachten. Auf zuverlässige, fleißige und loyale Mitarbeiter wird eben weniger schnell verzichtet. Anbiedern oder allzu sehr verbiegen sollte man sich jedoch nicht, man muß authentisch bleiben. Am besten verhält man sich, wenn einem die Arbeit im Rahmen des Möglichen Spaß bringt und das kann man trainieren!

Vorausschauende Planung

Erkennt man, dass der Arbeitsplatz in dem Betrieb gefährdet sein könnte recht früh, weil zum Beispiel eine Produktlinie eingestellt wird, kann man sich auf einen anderen Platz im Betrieb bewerben, Erklärungsgründe dafür wird man schnell finden. Das klappt aber nur im Vorfeld, bevor die ganze Belegschaft davon erfährt. Hier ist wieder frühe Information gefragt. Kontakte zu Entscheidern oder zum Betriebsrat sind von Vorteil.
Genauso bringt es Vorteile, wenn man sich bei alternativen Firmen schon läger vor einer drohenden Kündigung, oder aber in Erwartung einer Kündigung, bewirbt. Also der erste ist, der sich um eine neue Arbeitsstelle bemüht, bevor es auch andere machen.
Qualifizierung durch Fortbildung und Kurse kann einem auch den Arbeitsplatz retten. Hier könnte eine zusätzliche Sanitätsausbildung, oder Einsatz als Springer, oder Ausbildung für Feuerschutz usw. helfen.
Vielleicht ist man auch für den Betriebsrat geeignet, werben und bewerben muß von langer Hand vorbereitet sein!