Soziale Unruhen

Zu wenig bezahlte Arbeit für alle

Ist das Problem. Unsere Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor sind durch die Globalisierung ins Ausland gewandert. Heute stehen die Chinesen an den Strickmaschinen und produzieren unsere Kleidung. Das ist nur ein Beispiel, aber zeigt, das fast eine komplette Branche ausgewandert ist. In vielen anderen Branchen des produzierenden Gewerbes ist das ähnlich. Was bleibt sind Arbeitssuchende hier in Deutschland und in Europa. In Spanien beträgt die Arbeislosenquote bei Jugendlichen ca. 40 %, die allgemeine Arbeitslosenquote in Spanien beläuft sich auf 20 %. Was bleibt diesen Menschen über als durch zunehmende Proteste auf ihren Zustand aufmerksam zu machen.
Übrigens ist die fast Vollbeschäftigung in Deutschland ein Betrug mit statistischen Mitteln. Die 1 € Jobber fallen raus, die über 58 jährigen Langzeitarbeitslosen zählt man nicht, die Umschüler via Programme der Arbeitsagenturen werden zu den in Arbeit stehenden gerechnet, kranke ALG II Mitbürger werden in der Statistik nicht als arbeitslos berücksichtigt, Vorruheständler fallen weg usw.
Mit dieser statistischen Aufarbeitung haben wir unter 3 Millionen Arbeitslose und nicht 5-7 Millionen.
Und viele die Arbeit haben, bekommen zu wenig Entlohnung. Kein allgemeiner Mindestlohn, Zeitfirmen, hohe Abgaben für Steuer und Sozialversicherung machen, dass viele mit ihrer Hände Arbeit sich nicht mehr selbst über Wasser halten können und auf Staatshilfen angewiesen sind.

Wut baut sich auf

bei denen die nichts zu verlieren haben. Sie sehen nicht ein, dass sie durch fehlgeleitete Politik kaum eine Chance auf unabhängiges Leben haben. Sie beginnen zu protestieren, bis sie gehört werden und sich die Umstände ändern. Die Umstände ändern sich jedoch nicht, also werden die Proteste stärker und gewaltbereiter. Der Staat fährt seine Macht auf und greift ein (wie in Stuttgart 21) mit nicht angemessenen Mitteln. Das wiederum schürt neue Unzufriedenheit und weiteren Protest. Ohne es richtig zu begreifen entfernt sich der Staatsapparat, eigentlich Diener des Volkes, weiter und weiter von seinen Bürgern. Und diese solidarisieren sich zunehmend mehr gegen die politische Führung, auch bisher "brave Gruppen" wie Mittelständler und Selbstständige schließen sich Protesten an.

Griechenland, Irland, Spanien, Frankreich

sind Beispiele, wie es auch bei uns weitergehen wird. Proteste entarten, Autos brennen, Häuser werden beschädigt, Schüsse fallen, es gibt Tote. Aus diesem Stoff werden letztlich Revolutionen gemacht. Noch ist nicht die Zeit dafür, noch hat der Machtapparat Mittel und Wege sich zu schützen, wo er doch uns schützen sollte. Aber der Druck im Dampfkochtopf steigt mit jeder Aktion gegen das Volk. Ventile, wie Hartz IV Verbesserungen um 5 € oder Erhöhung der Steuerfreibeträge um 80 € weder eher als Verarschung gesehen und dienen kaum noch zum Druck ablassen. Mehr Netto vom Brutto ist voll gescheitert und wird vermutlich demokratisch abgestraft.
In manche Stadtviertel von Großstädten ist die Polizeipräsenz bereits reduziert, da zu gefährlich. Eigentumsdelikte und Gewaltdurchbrüche im öffentlichen Raum nehmen beängstigend zu. Der Schutz des Staates bezieht sich auf mehr Überwachung indem fortlaufend Tabus des Briefgeheimnisses, der informationellen Selbstbestimmung, des Datenschutzes, des Bankgeheimnisses gebrochen werden. Der Staat kann schon lange nicht mehr in bestimmten Vierteln schützen, wie auch, wenn Polizisten die Sprache in diesen Vierteln nicht verstehen.
Unruhen werden zunehmen, da sich die Bürger alleingelassen fühlen, und mehr und mehr klar wird, dass das Schützen von Banken, die Volksvermögen veruntreut haben und es noch tun, im Vordergrund steht. Gesetze für Gastronomie, Unterstützung der Autolobby, Pharmasponsoring durch anerkannte Grippewellen, Abschaffung der freien Berufe in der Medizin durch Einlaß von Aktiengesellschaften ins Gesundheitswesen, Aufbau neuer Geschäftszweige für Versicherungen Riester und Zusatzpflegeversicherung
sind nur ein Beispiel für Arbeit gegen den Bürger. Das wollten die Bürger aber nicht wählen.

wenn jetzt noch ein Zündfunken kommt

und durch ein Wiederaufflammen der Finanz und Wirtschaftskrise der Bürger noch weiter an die Wand gedrängt wird, dann wird es richtig unruhig hier im Land. Es fehlt nur der Zündfunke und dann geht es so schnell wie damals in der DDR. Mögen der Staat ebenso klug sein wie damals die DDR Administration und dann auf Gewalt verzichten. Unrechtsregime hatten sich in der gesamten Historie der Menschheit nie dauerhaft durchgesetzt, wurden immer durch meist blutige Revolutionen beendet.
Der Staat sollte beginnen auf seine Bürger zu achten, was sie wollen zählt in einer Demokratie, nicht Krieg in Afganistan, nicht Abschaffung von Arbeitsplätzen, kein Sponsoring der Großindustrie und der Zockerbanken, kein Brüssel, keinen Euro usw.
Nur der Zündfunke fehlt und dann steht der Staat ohne seine Bürger da!