Vermögensvernichtung

es bleibt immer weniger im Geldbeutel

Trotz aller Versprechen der Politik, mehr netto vom brutto, zeigt sich immer mehr, dass die Steuerpolitik diesem Ansinnen nicht gerecht wird. Vor allem im Bereich der steuerähnlichen Abgaben wird der Geldbeutel des Bürgers zunehmend belastet. Die Ausgaben für Gesundheit steigen (trotz gegenteiliger Versprechen), die Rentenzahlungen sinken (auch durch Erhöhung des Renteneintrittsalters). Vermögensteuer, Reichenabgabe, Tabaksteuererhöhung, Mehrwertsteueranpassung und vieles andere mehr wird derzeit diskutiert. Zwangsrundfunkgebühren für Betriebe und Haushalte, Zusatzausgaben für Feuerstättenbescheinigung, Verpflichtung zu Wärmedämmung, Umweltplaketten und Straßenmaut sind nur ein Beispiel für ungezügelte Geldsammelwut der Politik.
Mit diesen eingenommenen Geldern wird aber keineswegs die Schuld des Staates zurückgezahlt, es wird nur eine Reduzierung der netto Neuverschuldung versprochen. Das heißt: stündlich steigen die Schulden des Staates (und damit des Bürgers) bei den Investoren der Staatsanleihen, ohne jede Absicht die Schuld jemals zu tilgen.
Rein mathematisch muss das auf längere Sicht zu einem Zusammenbruch des Finanzsystems (via Umschuldung, via Entschuldung durch Inflation, oder via Währungs Schnitt) führen.

Die gefühlte Inflation zählt

Wenn zunehmend mehr Geld im Umlauf ist, dann sinkt der Wert des Geldes. Man kann das recht schön am steigenden Goldpreis beobachten. Der Wert des Goldes ist durchschnittlich über die Jahrtausende immer gleich geblieben. Vor 2000 Jahren bekam man für eine Unze Gold eine maßgeschneiderte Toga, heute bekommt man für den Gegenwert einer Unze Goldes einen maßgeschneiderten Armani Herrenanzug. In den ersten Jahren der D-Mark kostete ein Maßanzug vielleicht 100 Deutsche Mark, jetzt kann man für den gleichen Maßanzug 500 bis 1000 € hinblättern. Grob gerechnet entspricht das einer Inflation vom 10-20 fachen. Eine Semmel kostete in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts fünf Pfennig, heute bekommt man die gleiche Semmel für 0,30 €. Die Semmel hat sich somit um den Faktor 12 verteuert. Diese Rechenspiele kann man praktisch mit allen Gütern und Dienstleistungen anstellen, man wird immer auf ein ähnliches Ergebnis kommen.
Zugegeben, es kam auch zu Lohnsteigerungen und zu gigantischen Abgabensteigerungen, in der Summe jedoch war die Teuerungsrate wesentlich höher als die Steigerung des verfügbaren Einkommens.
Das ist Inflation, die unser gespartes Geld vernichtet.

Die ultimative Variante von Inflation

Der Begriff Hyperinflation ist nicht exakt definiert. Im allgemeinen spricht man von einer Hyperinflation bei einer Preissteigerungsrate von über 50 % pro Monat. Normalerweise enden Hyperinflationen in einer Abschaffung der Währung. Diese Art der Vermögensvernichtung ist kein seltenes Ereignis. Im letzten Jahrhundert ereigneten sich weltweit 21 Hyperinflation. in den frühen zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts (1914-1923) gab es in der Weimarer Republik eine maximale monatliche Inflationsrate von 32400 Prozent (das bedeutet eine Vervierfachung der Preise pro Woche). Dieses Ereignis hat sich tief in das kollektive Gedächtnis der Deutschen eingegraben.
In dieser Zeit verdoppelte sich der Preis einer Tasse Kaffee während des Trinkens. Die Arbeiter wurden täglich ausbezahlt, und transportierten den Lohn zum Teil in Schubkarren, wobei es vor kam, dass der Schubkarren gestohlen wurde und die Milliarden Reichsmark, weil wertlos, zurückgelassen wurden.
Eine Hyperinflation entwertet sowohl staatliche, wie private Schulden. Sie entwertet aber auch die Kaufkraft von Bankguthaben. einige der Inflation führt zu einer Flucht in Sachwerte und zu einem Verlust aller Geldanlagen, Anleihen, Zertifikaten usw.
Gewinner einer Hyperinflation sind Edelmetalle, Rohstoffe, bedingt Immobilien und bedingt alle anderen Sachwerte.

Offensichtliche und faktische Enteignungen

Der Begriff Enteignung lässt jeden Menschen erschaudern, da man sogleich an sozialistische oder kommunistische Systeme denkt. Viele Menschen winken ab und behaupten, das sei im Grundgesetz ausgeschlossen.
Zum ersten: das Grundgesetz erlaubt Enteignungen zum Wohle des Volkes, wobei hier die Politik das Sagen hat, was dem Wohle des Volkes dient.
Zum zweiten: es gibt stille Enteignungen, die kein Gericht interessieren. Ein Beispiel aus meiner Berufsgruppe: Arztpraxen waren vor Jahren und Jahrzehnten ein Teil der Altersversorgung der Eigentümer, sozusagen ein Standbein der Altersrente. Durch fehlgeleitete Gesundheitspolitik gibt es kaum noch Käufer für Arztpraxen, da Arztpraxen mittlerweile wirtschaftlich uninteressant geworden sind. Junge Ärzte wandern in die Wirtschaft oder ins Ausland ab und haben kein Interesse mehr daran die deutsche Bevölkerung als niedergelassene Ärzte zu versorgen. Das ist auch eine Form von Enteignung.
Zum dritten: es gibt Zukunftsmodelle für Enteignungen, die dieses Wort nicht bemühen. Bereits in der Vergangenheit gab es Hypotheken Zwangsabgaben auf Haus und Grundstücksbesitz. Hierbei nimmt der Staat einen Zwangskredit beim Bürger auf, der vom Bürger über lange Jahre gestreckt zurückgezahlt werden muss. Das lässt sich in Zeiten hoher Staatsverschuldung politisch recht gut durchsetzen. Ein ähnliches Modell läuft bereits seit Jahren, das ist der Soli, eine Zwangsabgabe zum Aufbau der ehemaligen DDR. Über den Soli wurde nie ernsthaft diskutiert und es scheint auch, als würde er nie abgeschafft. Auch der Soli entspricht faktisch einer Enteignung von Vermögen.