Partnerschaft

Die Ehe real

Über die Länge des Lebens gesehen sind die Scheidungsraten von Ehen in der BRD dramatisch hoch. Auf dem Land lassen sich in etwa 30%, in der Großstadt lassen sich 50% der verheirateten Paare mindestens ein Mal wieder scheiden. Viele entscheiden sich derzeit auch für ein Singleleben oder für paralelle oder serielle Beziehungen. Hier gibt es zwar keine Scheidungen, die Trennungsraten liegen dafür um so höher.

Krisen in der Beziehung

Krisen wird es immer geben. Beziehungskrisen lähmen im Beruf und führen häufig zu seelischen und finanziellen Problemen. Mit einem Konzept gegen derartige Krisen wird kollateraler Schaden eingedämmt oder entsteht erst gar nicht.
Krisen können zerstören oder eine Neuordnung erzwingen, Krisen können Dir sagen, dass Du Dich mehr bemühen musst oder etwas loslassen sollst.
Ehen oder feste Partnerschaften sind vom Wesen her auf Dauer ausgelegt, auf Fortpflanzung und auf ein sicheres, beschütztes zu Hause und auf gemeinsames alt werden. Es werden häufig Sachwerte geschaffen, die, wenn die Beziehung sich auflöst, zum großen Teil vernichtet werden, vom entstehenden emotionalen Schaden gar nicht zu sprechen.
Von der ersten Stunde an sollte man deshalb gemeinsame Hobbies pflegen und ausbauen, sowie die passende Zukunftsvison entwickeln, was wollen wir im Alter erreicht haben. Spürt man zunehmende Divergenz, dann soll rechtzeitig entgegengesteuert werden. Ein definierter Freiraum gehört allerdings immer in jede Beziehung.

Ehevertrag

Für den Fall der Fälle sollte in guten Zeiten, vor der staatlichen, kirchlichen oder privaten endgültigen Besiegelung der Gemeinsamkeit, ein separater Ehevertrag oder Partnervertrag gemacht werden, der die eventuelle Trennung weitgehend gerecht absichert. Man bindet sich schließlich für Jahrzehnte in eine ungewisse Zukunft. Wird eine Trennung unumgänglich, so ist die Energie nicht sinnvoll bei Rache aufgehoben, sondern bei Fairness und Kompromiss. Die Energie sollte in den Neuanfang gesteckt werden!
Mit einem Ehevertrag gelingt eine Trennung sauberer und ohne größere Streitereien, wenn er gut gestaltet ist.
Das Gleiche gilt für auch für zeitlich begrenzte Partnerschaften, die sich heute kaum noch von Ehen unterscheiden.

Hier sind staatliche oder soziale Krisen gemeint

Bei großen äusseren Störungen, wie Wirtschafts oder Finanzkrisen, gehört alle Energie in die Bewältigung ihrer Folgen. Arbeitslosigkeit und finanzielle Engpässe bewältigt man mit einer verlässlichen, stabilen Partnerschaft schneller und besser, als wenn man sich noch um Krisen in der privaten Beziehung kümmern müsste. Diese Haltung zu Partnerschaft muss von Anbeginn trainiert und gepflegt werden, damit man im Fall der äußeren Krise nur eine einzige Front hat, an der man erfolgreich zusammen Siege erkämpfen kann.